Filmbegeisterte Jugendliche für die Jugendjury bei den Uelzener Filmtagen gesucht

Vom 25.-27. November finden im Kinder- und Jugendzentrum Baxx der Stadt Uelzen die 16. Uelzener Filmtage statt. Bei dem Filmfestival treffen sich junge Filmemacher aus ganz Niedersachsen, um ihre eigenen Produktionen vorzuführen und von einer Fachjury bewerten zu lassen.

Zum zweiten Mal wird es in diesem Jahr neben der Fachjury eine Jugendjury geben, die aus ihrer eigenen Sicht den besten Nachwuchsfilm prämieren wird. Die Veranstalter der Uelzener Filmtage suchen daher filmbegeisterte Jugendliche, die in dieser Jury mitwirken wollen. Dafür können sich Jugendliche im Alter von 14 – 18 Jahren aus ganz Niedersachsen bewerben. Der Bewerbungsschluss ist am 24. Oktober. Die Bewerbung soll einige Angaben zur Person (Alter, Schule, Hobbys usw.) und eine Ergänzung des Satzes „Mein Interesse am Film ist ….“ enthalten.

Auf die Jury wartet eine interessante und spannende Herausforderung. Die Jugendlichen werden neben der Fachjury alle Festivalbeiträge sehen und eigenständig bewerten. Bei der offiziellen Preisverleihung der Filmtage am Sonntagvormittag wird die Jury einen eigenen Jugendpreis vergeben. Für ihre aktive Mitarbeit werden die Juroren außerdem mit Kinogutscheinen und Sachpreisen belohnt.

Wer begeistert Filme sieht und gern einmal die Festivalatmosphäre der Uelzener Filmtage erleben möchte, kann sich ab sofort bis zum 24. Oktober bei Christian Helms, Stadt Uelzen, Herzogenplatz 1, 29525 Uelzen (Christian.Helms@stadt.uelzen.de) bewerben oder sich unter der Telefonnummer 0581-8006240 informieren.

Meine Erfahrungen als Jugendjury-Mitglied

Aufregung. Neugier. Wer sind die anderen Jugendjurymitglieder? Welche Filme erwarten uns? Diese und andere Fragen gingen mir durch den Kopf, während ich in dem mit reichlich Süßigkeiten und frischem Obst ausgestattet Raum auf meine Kollegen für die nächsten 3 Tage wartete. Als ich noch meine Ausrüstung (Klemmbrett mit Filmprogramm, Kugelschreiber, Taschenlampe) begutachtete, trafen die anderen beiden Jurymitglieder ein. Nach einer kurzen Vorstellrunde (die obligatorische Frage nach dem Lieblingsfilm) und Austausch über mögliche Filmkriterien, konnte sich darauf geeinigt werden, jeden Film an seinem eigenen Maßstab zu messen. Es ging dann zum ersten Mal (als Jugendjurymitglied) in den Vorführraum, indem schon Plätze für uns und die "große" Jury reserviert waren. Schon der erste Filmblock machte deutlich, was uns erwarten würde: eine große Vielfalt an sehr unterschiedlichen Filmen. Bei der ersten Besprechung der Filme merkte ich, wie schwer es war, die Seheindrücke in passende Worte zu bringen und so schnell eine Meinung zu formulieren. Glücklicherweise waren unsere Meinungen und auch die Reaktionen ebenso vielfältig wie das Filmprogramm, sodass es sehr selten zu Momenten des eisernen Schweigens kam. Auch unsere zur Seite gestellte Beraterin Steffi konnte in solche Momenten eingreifen und uns durch Fragen aus der Reserve locken. Je mehr Filme wir sahen, desto mehr stellte sich eine Sicherheit ein, mir fielen die Gespräche deutlich leichter und langsam kristallisierte sich auch heraus, wer wie tickte. Sören: der Techniker, der gerne über Kamera-Arbeit, Ton und Effekte spricht. Maxi: ein Mann für wenige, aber dafür umso knackigere Worte und unerwartete Witze nebenbei. Und ich? Naja, lassen wir das. Mit der anwachsenden Zahl der Filme stieg aber auch die Schwierigkeit einen, nur einen einzigen (!) Film auszuwählen. Am Ende sollten uns unsere teilweise gegenläufigen Meinungen und Reaktionen noch lange und zähe Diskussionen um den Gewinnerfilm bescheren. Dabei fielen uns ganze Körbe von Schokoladenriegeln und mehrere Mandarinen zum Opfer. Als die Jury schon ihre Filme gekürt hatte, waren wir noch mitten in der Diskussion. Es musste eine Entscheidung fallen. Doch jeder hatte einen anderen Favouriten, auf denen sich die anderen jeweils nicht einigen konnten. Wie wir uns schließlich auf den Gewinnerfilm einigten, soll unser Geheimnis bleiben. Und viel zu schnell waren die Filmtage auch wieder vorbei, doch viele Erinnerung an Filme und Situationen und nicht zuletzt die angenehme und herzliche Atmosphäre während des Wochenendes, sind mir geblieben.

Anna Lena Kuhn, Jugendjurymitglied 2014